Mögliche Ansatzpunkte bieten die Idee zur Gründung eines Jugendforums und die Einrichtung eines Jugendzentrums mit pädagogischer Betreuung. Hierdurch soll Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, ihre spezifischen Interessen selbstständig zu vertreten und stärker zu kommunizieren. Im Sinne der Zukunftssicherung ist insbesondere in Hinblick auf den demographischen Wandel die Berücksichtigung und Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Stadtentwicklung von besonderer Wichtigkeit.

Da die Anzahl der Jugendlichen unter den Beteiligten im Workshop sehr gering war, und somit eine Planung für Jugendliche ohne die Partizipation von Jugendlichen paradox wäre, wurde an der Gesamtschule Battenberg ein Workshop mit ca. 30 Jugendlichen der Klassen 8 - 10 durchgeführt.

Bericht Jugendbeteiligung:

Die Schüler wurden per Losverfahren in Vier Gruppen von jeweils fünf bis sieben Schüler eingeteilt. Begonnen wurde mit einem Streifzug durch die Oberstadt. Hierbei durften die Schüler entscheiden, in welche Richtung es gehen sollte. Wichtig dabei war es herauszufinden, welche Wege Jugendliche benutzen und welche Wege bzw. Straßen sie vermeiden. Im weiteren Schritt ging es darum die Aufenthaltsorte der Jugendlichen zur erfassen. Als alternativer Aufenthaltsort wird der Hänsel- und Gretel Platz genutzt. Dieser Platz befindet sich in der Nähe des Edeka, wo die Schüler die Möglichkeit haben, sich Getränke und Snacks zu kaufen und sich anschließend auf dem Hänsel-und Gretel Platz zu unterhalten. Somit stellt die Nähe des Edeka Marktes einen wichtigen Faktor für die Schüler dar. Die Schüler hatten auch Verbesserungsvorschläge für den Hänsel- und Gretel Platz: Es wurde unter anderem eine Überdachung des Platzes und eine Verbesserung der Sitzmöglichkeiten gewünscht.

Als Resultat des Streifzuges hat sich herausgestellt, dass die Jugendlichen sich kaum in den vorhandenen öffentlichen Räumen (insbesondere Oberstadt) aufhalten. Die meisten von ihnen verbringen die Zeit zu Hause mit Freunden vor dem Fernseher oder an dem am Computer.

Nach dem Streifzug ging es wieder in die Klassen, wo die einzelnen Gruppen die Aufgabe hatten, in einem Stadtplan ihre Eindrücke, Ideen und Verbesserungsvorschläge zu verorten. Diese wurden anschließend im Plenum präsentiert.

Ideen und Verbesserungsvorschläge die die Jugendlichen hatten (nicht direkt verfolgbare Projektvorschläge wie "MC Donalds!" wurden der Übersicht halber entfernt)

  • Jugendraum mit Sofa, Spielen, Küche und Internet (Interaktiver Raum, auch für LAN-Parties nutzbar)
  • Bolzplatz näher an das Zentrum
  • Sitzmöglichkeiten an der Eder (Grillplatz, Sitzbänke usw.)
  • Kino
  • Klamottenladen (Titus)
  • Spieleraum, Billard, Kicker
  • Skaterpark
  • Soccerhalle
  • Hänsel- und Gretelplatz (Überdachung )

 

Die präsentierten Ergebnisse wurden von den anwesenden Studenten protokolliert und auf einer weiteren Karte zusammengetragen. In einem nächsten Schritt ging es nun darum, Prioritäten zu setzen: Dafür erhielt jeder Schüler vier Klebepunkte, welche es als Bewertungskriterium zu verteilen galt.

Als Ergebnis hat die Idee mit dem Jugendraum die höchste Priorität erhalten.
Die Ergebnisse der Jugendbeteiligung wurden in dem noch am selben Abend folgenden (klassischen) Workshop allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt und finden nun in der weiteren Bearbeitung Beachtung.

Für die konkrete Idee eines Jugendforums war das Ergebnis der Jugendbeteiligung ein positives Signal: Generelles Interesse ist nicht nur auf Seiten der Erwachsenen, sondern auch bei  Jugendlichen vorhanden. Die Idee wird von der Projektgruppe Jugendbeteiligung vertieft und weiter entwickelt.

Termine

Vertreter für Steuerungsgruppe und IKEK-Infos

Lutz Klein und Peter Bienhaus wurden als Vertreter der Lenkungsgruppe in die neue Steuerungsgruppe zum IKEK-Verfahren gewählt. Als Stellvertreter sind Ulli Steiner und Oswald Staub gewählt.

Am 14. Februar 2014 fand der Rundgang durch die Kernstadt zum IKEK-Verfahren statt. Anschließend wurde über die Projektideen gesprochen.

Internet-Informationen über das IKEK-Verfahren und Ergebnisse in der Stadt Battenberg (Kernstadt und Stadtteile) sind auf der Homepage-Startseite der Stadt Battenberg unter dem Button "IKEK" (auf der linken Seite) aufzurufen.

Regelmäßiges offenes Treffen

Jeweils am letzten Mittwoch des Monats findet ab 19 Uhr ein offenes und lockeres Treffen im Gasthaus Alt-Battenberg statt. Bei diesen Treffen soll es einen zwanglosen Gedankenaustausch geben. Das Treffen ist sowohl für bereits Engagierte, als auch neue Interessierte gedacht.